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Was darf nicht in den Container? Die Verbotsliste

Ein einziger Farbeimer im Bauschutt kann die ganze Ladung umdeklarieren — und aus 149 EUR werden Sortierkosten von mehreren hundert Euro. Diese Liste zeigt, was in keinen Standard-Container gehört und wohin es stattdessen kommt.

Absolut tabu in jedem Container

AbfallWarum verbotenRichtiger Weg
Farben, Lacke, Lösungsmittel, AltölGefährlicher AbfallSchadstoffmobil / Wertstoffhof (haushaltsübliche Mengen meist kostenlos)
Batterien & Akkus (auch in Geräten!)Brandgefahr — häufigste Ursache für ContainerbrändeSammelboxen im Handel, Wertstoffhof
Kühlgeräte, Elektrogeräte, LeuchtstoffröhrenElektrogesetz: Pflicht zur getrennten SammlungWertstoffhof, Händler-Rücknahme (kostenlos)
Asbest (Eternit-Platten, alte Fassaden, Nachtspeicheröfen)Krebserregend, TRGS 519: nur FachbetriebZertifizierter Entsorger, verpackt in Asbest-BigBags — nie selbst brechen oder sägen
Teerhaltige DachpappePAK-belastet, gefährlicher AbfallSeparate Entsorgung anfragen (eigene Fraktion)
Gasflaschen, Feuerlöscher, MunitionExplosionsgefahrHändler-Rückgabe bzw. Polizei (Munition)
Autoreifen, AutobatterienEigene VerwertungspflichtReifenhändler, Kfz-Werkstatt (oft gegen kleine Gebühr)
Lebensmittel, Flüssigkeiten, TierkadaverHygiene, ausläufigRestmüll / Biotonne / Veterinäramt

Sonderfall Mineralwolle & Dämmstoffe

Glas- und Steinwolle (KMF) dürfen nicht lose in den Baumisch-Container: Die Fasern gelten als gesundheitsschädlich und müssen staubdicht in BigBags verpackt werden (TRGS 521). Dafür gibt es die eigene Fraktion Mineralwolle-Container ab 199 EUR — die BigBags stellt der Entsorger auf Wunsch mit.

Was passiert bei Verstößen?

Der Fahrer prüft den Container bei Abholung per Sichtkontrolle, die Annahmestelle wiegt und scannt erneut. Wird Verbotenes gefunden, gibt es drei Stufen: Umdeklarierung in eine teurere Fraktion (häufigster Fall), Sortiergebühren nach Aufwand oder im Extremfall die Ablehnung der gesamten Ladung — der Container kommt auf Ihre Kosten zurück. Bei gefährlichen Abfällen (Asbest, Altöl) drohen zusätzlich Bußgelder nach Kreislaufwirtschaftsgesetz.

So machen Sie es richtig

Vor der Bestellung kurz sortieren: Schadstoffe (ein Umzugskarton reicht meist) zum Schadstoffmobil, Elektrogeräte zum Wertstoffhof, Reifen zum Händler — alles davon ist kostenlos oder fast kostenlos. Der Rest ist dann sauber eine Fraktion: Bauschutt, Altholz, Sperrmüll oder Baumisch. Im Zweifel: bei der Bestellung über containerpreis24.de einfach anrufen (06104 / 77 51 72 0) und den Inhalt kurz beschreiben — das erspart teure Überraschungen bei der Abrechnung.

Häufige Fragen

Was passiert, wenn verbotener Abfall im Container gefunden wird?

Je nach Fall: Umdeklarierung in eine teurere Fraktion, Sortiergebühren nach Aufwand oder Ablehnung der gesamten Ladung auf Ihre Kosten. Bei gefährlichen Abfällen zusätzlich Bußgeld-Risiko.

Wohin mit Farben und Lacken?

Haushaltsübliche Mengen nimmt das Schadstoffmobil oder der Wertstoffhof meist kostenlos an. Restentleerte, trockene Eimer mit eingetrockneter Dispersionsfarbe dürfen dagegen in den Restmüll.

Darf alte Dachpappe in den Bauschutt?

Nein. Teerhaltige Dachpappe ist PAK-belastet und gefährlicher Abfall — sie braucht eine eigene Entsorgung. Auch bitumenhaltige (neuere) Bahnen gehören nicht in den Bauschutt, sondern separat angefragt.

Wie erkenne ich Asbest?

Verdacht besteht bei Wellplatten, Fassadenplatten und Bodenbelägen aus der Zeit vor 1993. Sicherheit gibt nur eine Materialprobe im Labor. Wichtig: Verdächtiges Material nie brechen, bohren oder sägen — und die Entsorgung dem zertifizierten Fachbetrieb überlassen.

Warum sind Akkus im Container so gefährlich?

Beschädigte Lithium-Akkus können sich selbst entzünden — sie sind eine der häufigsten Ursachen für Brände in Sortieranlagen und Containern. Deshalb gehören sie (auch eingebaut in Geräten) in die Sammelboxen des Handels.

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